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Grüss Sie - Grüss Gott, Guten Tag

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Österreichisch :

Grüss Sie

Deutsch :

Grüss Gott, Guten Tag

 
Eingereicht von :doc ( Region : Vöcklabruck)
Eingereicht am :2007-06-04 12:58:58
Verwendung :ugs
 
Kategorien :Arbeitswelt,  Zwischenmenschliches
 
Aufrufe :14659 mal
   

Kommentare:

mag diesen Ausdruck gar nicht [ von doc am 2007-06-04 12:59:51 ]
Ich finde diese Floskel eine österreichische Unart. Das wird meist in Betrieben gebraucht.
Da kann ich dir nicht zustimmen [ von Russi am 2007-06-04 17:17:16 ]
Ich finde das nett. Besonders dieses Ostbahn Kurti "Grüssi".
[ von doc am 2007-06-04 18:11:10 ]
Ich finds blöd. Irgendwie faul. Wenn ich es sage, dann tue ich es auch nicht. Es ist irgendwie so informell, schon per sie, aber, nein, taugt mir nicht. Wie das "Griass Ihna", finde ich schon besser, aber auch noch nicht gut.
Sehr Häufig [ von owen am 2007-06-04 18:13:49 ]
kenne sie ganz speziell aus dem urbanen raum in Oberösterreich. Dicht gefolgt von "Grüss Ihna!" und weniger formal "Griass Eam!" (interessante grammatik btw)
Kommt sicher ursprünglich aus der Beamtenwelt. [ von Brezi am 2007-06-07 04:05:30 ]
Vermutlich wurden früher so die Dienstrangniedrigeren begrüßt. Später hat es sich, weil es leicht aussprechbar ist, auch auf andere Bereiche ausgebreitet. Als Gruß einer Respektsperson (Mitarbeiter- Vorgesetzte / Laborant - Dr. rer. nat./ Sportler - Trainer) gilt es immer noch als anmaßend. Unter Hausparteien, Kollegen oder als Gruß zwischen Kunden und Händler (wenn sie einander gut kennen) hat es kaum noch den Anruch von Unkorrektheit. "Griaß Ihna" muss man sich als "Grüß Sie" plus gedachtes Schulterklopfen vorstellen. Es ist genau wie mit dem Du-Wort, das ja auch extrem demütigend oder als Zeichen großer Wertschätzung gelten kann, ganz von der individuellen Situation abhängig.
Also, [ von JoDo am 2008-10-07 16:38:04 ]
eigentlich bin ich als bekennender und praktizierender Österreicher ein Freund des "Grüß Gott". Weil manche areligiöse Menschen das aber als unzulässige Einmischung in private Angelegenheiten oder Missionierung missverstehen, manche andere wieder salbungsvoll zwitschernd und gluckernd ein weihrauchgies "Grüüß Goott" absondern, befinde ich mich in einer Zwickmühle, aus der mir das "Grüß Sie" schön heraushilft.
In der Theologie spricht man ja auch vom "divinum passivum", wenn der Gottesname gemeint, aber nicht ausgesprochen und (im speziellen Fall durch eine Passivkonstruktion) ersetzt wird. So kann sich jeder Angesprochene was Passendes dazudenken - praktisch!
Allerweil besser [ von klaser am 2008-10-07 21:26:59 ]
als "s'Goood!"
"Ich begrüße!" (OHNE dich/Sie!) [ von Koschutnig am 2008-10-08 10:59:28 ]
ist das Schauderbarste, was mir als "Gruß" je untergekommen ist Hierorts, so scheint mir, von einer bestimmten parteipolitisch ausgerichteten Gruppe regelmäßig verwendet. Gibt's das sonst IRGENDWO??? - Jedes JA wär' ein willkommener Schock!
@JoDo [ von Brezi am 2008-10-08 11:20:37 ]
... abgesehen davon, dass "Grüß Sie" (siehe auch Bewertungskommentar aus Penzing) nicht ganz dasselbe bedeutet wie "Grüß Gott" (und von mir daher auch wahlweise, je nach Situation) verwendet wird, sollte man sich nicht von denen beirren lassen, die in der typisch süddeutschen Grußformel (wird außer in ganz Österreich auch in Bayern und Teilen B-W's verwendet) etwas Religiös-Missionierendes erkennen wollen. Gerade in Wien beobachte ich ständig, dass die Verwendung von "Grüß Gott" eher in sozialer denn in religiöser Korrelation zu den Sprechern steht. Eine noch so religiöse Gemeindebedienstete egal ob A-Beamtin oder Verwendungsklasse E) wird es weniger wahrscheinlich verwenden als ein studierter Philosoph, der vielleicht bekennender Atheist ist).
Zum "Grüß Sie": die Zwiespältigkeit und Zweischneidigkeit dieses Grußes muss als unbestritten gelten. Die Meisten (egal ob Grüßende oder Begrüßte) empfinden sie als leicht distanziert und manche als nicht besonders höflich.
Abwandlung [ von Brezi am 2008-10-08 11:22:37 ]
in Richtung stärkerer Wiener Dialekt: "Griaß Ihna". Als ich einmal einen bei uns arbeitenden Akademiker (aus lauter Sympathie und subjektiv gefühlter Nähe) so begrüßte, war der spürbar beleidigt. Wer so etwas sagt, liefert nolens volens ein symbolisches Schulterklopfen mit dazu. Also Warnung an Zugereiste: bitte vorsichtig verwenden.
@Koschutnig [ von Brezi am 2008-10-08 11:35:05 ]
ICH BEGRÜSSE habe ich (fast möchte ich sagen: zum Glück) noch nie von jemandem gehört. Klingt ja gelinde gesagt widerlich!
schlimm, schlimm [ von pedrito am 2008-10-10 10:04:09 ]
Ekelig, ich kenne diesen Gruß, verwende ihn aber nicht! Darum werde ich über das Wort auch nicht urteilen, da ich es zuminderst der Bekanntheit wegen nicht negativ beurteilen könnte…

Beurteilungen:

2007-06-04 22:19:58(): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2007-06-05 00:04:00(Wien 12.,Meidling): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
2007-06-05 01:55:16(Wien 12.,Meidling): Qualität=2: Bekanntheit=80%
   Es kommt drauf an, wer es wie sagt - tendenziell ist nach meinem Empfinden etwas Herablassendes drin.
2007-06-07 03:55:53(Wien 14.,Penzing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   Hat schon mitunter was leicht Joviales, aber nicht immer. Ich verwends sparsam, manchmal neutral, aber sicher nie devot
2008-10-07 16:06:43(Wien 18.,Währing): Qualität=2: Bekanntheit=100%
   
2008-10-08 11:03:13(Klagenfurt(Stadt)): Qualität=1: Bekanntheit=80%
   
Grüss Sie

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